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STATISTIK / Neue Untersuchung zeigt die sozialen Unterschiede etwa bei der Wohnungsgröße in den Vierteln der Stadt auf. HUBBELRATH/HELLERHOF. Düsseldorf, das ist nicht nur die Kö, die Mode, der Medienhafen mit seinen glitzernden Ecken. Daten und Fakten dazu, wie unterschiedlich die einzelnen Stadtteile sind und wie verschieden die Wohnsituationen, oder wo die meisten Familien und Alleinerziehenden leben, lieferte erstmals 1999 eine Untersuchung des Sozialdezernats. Jetzt wurden die Daten bis Ende 2003 aktualisiert. Von 140 bis 39 Quadratmetern Diese "Sozialräumliche Gliederung der Stadt" teilt die zehn Bezirke in mehrere kleine Viertel auf. Die durchschnittliche Wohnungsgröße der gesamten Stadt liegt bei 39,4 Quadratmetern für jeden Einwohner und damit geringfügig höher als 2001. Im Schnitt sind die Wohnungen 69,9 Quadratmeter groß und von weniger als zwei Menschen bewohnt. Doch davon gibt es je nach Viertel und Bezirk starke Abweichungen: So liegen die größten Heime mit 140 Quadratmetern in Hubbelrath, um die Straße "Am Moschenhof", Eigenheime mit 112 bis 133 Quadratmetern gibt es ebenso in Stockum und Golzheim. In diesen Vierteln verzeichnet die Statistik auch die höchste Quote an Gymnasiasten. Alleinerziehende mit Kindern finden sich häufig in Wohnungen unter Durchschnittsgröße, beispielsweise in der City, nahe der Eulerstraße und in Derendorf südlich der Heinrich-Erhardt-Straße. Die meisten Alleinerziehenden wohnen aber in den Vierteln südlich des Bilker Bahnhofs, rechts und links der Merowinger Straße. Dort leben beispielsweise 1436 Familien mit Kindern unter 18 Jahren, davon 507 Alleinerziehende mit zusammen 675 Kindern. Die durchschnittliche Wohnungsgröße in diesem Bereich liegt mit 39,1 Quadratmetern pro Kopf leicht unter dem städtischen Schnitt. Fast durchgängig kleiner sind die Wohnungen im Bezirk 8 (Lierenfeld und Eller). In den meisten Vierteln dieses Bezirks ist auch die Quote der Gymnasiasten niedrig. Die höchste Prozentzahl an Hauptschülern (60 und 86 Prozent) haben Viertel in Garath und Hellerhof, die niedrigsten Quoten an Hauptschülern finden sich in den Bezirken 4 und 5 (Oberkassel und Kaiserswerth), aber auch in Vierteln von Rath und Unterrath (Bezirk 6). Die gesamtstädtische Quote an Gymnasiasten ging seit 2001 um 0,9 Prozent auf 42,8 Prozent zurück, die der Hauptschüler stieg auf 18,8 Prozent (plus 0,8). Das Sozialdezernat schickt jetzt die komplette Statistik an die Mitglieder des Sozialausschusses, die in den kommenden Sitzungen darüber diskutieren werden.
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Die neuen Zahlen aus der "Sozialräumlichen Untersuchung" zeigen nicht nur auf, welche Stadtteile "sozial belastet" sind. Sie ist auch keineswegs nur Pflichtlektüre für Sozialpolitiker. Diese Statistik macht noch einmal deutlich, dass die Stadt eben nicht nur aus Mode und Medienhafen besteht. Sondern aus Vierteln mit vielen Familien, die in kleinen Wohnungen leben müssen.Wenn in Hubbelrath Eigenheime 140 Quadratmeter messen, in Oberbilk aber Familien und viele Alleinerziehende mit 39 Quadratmetern auskommen müssen, wird die immer wieder vorgetragene Forderung nach mehr familiengerechten Wohnungen, sprich Eigenheimen, fragwürdig. Und Stadtplanern müsste sehr deutlich werden, dass einige Viertel in Lierenfeld und Hellerhof besonderes Augenmerk brauchen, damit sie nicht zum Ghetto absacken, in denen nur Menschen mit geringerem Einkommen wohnen.Außerdem bestätigt diese Untersuchung die Pisa-Berichte: Dort wo das Einkommen für Wohnungsgrößen weit über dem Durchschnitt reicht, etwa in Golzheim, Kaiserswerth oder Oberkassel, gibt es mehr Bildung, sprich Gymnasiasten, als in anderen Stadtteilen mit meist kleinen Unterkünften. Wenn im Stadtsüden die Zahl der Hauptschüler mit einem Anteil von bis zu 80 Prozent so überdurchschnittlich hoch ist, braucht es gerade dort Angebote an Jugendstätten und Weiterbildung.
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