erstellt am: 07.10.2009
URL:
www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/767193/Die-reichsten-Duesseldorfer.html
Ranking
Die reichsten Düsseldorfer
Düsseldorf (RP) Einmal pro Jahr veröffentlicht
das „manager-magazin“ die Liste der 300 wohlhabendsten Deutschen. Darunter sind auch einige
Persönlichkeiten aus Düsseldorf. Die Familie Henkel ist natürlich dabei - aber
viele der anderen kennt kaum einer. Und das ist den Millionären auch recht so.
Weil die ersten 87 der Reichen-Liste mehr als eine Milliarde
Euro ihr Eigen nennen, wird die gesamte Aufzählung der Vermögenswerte in
Milliarden ausgedrückt. Bei den meisten steht vorne daher eine Null - was aber
keineswegs bedeutet, dass sie irgendwie bedürftig sind. Wer - wie zum Beispiel
Josef Klüh - 0,45 Milliarden Euro hat, der besitzt
also, anders gesagt, 450 Millionen. Damit ist er allerdings im hinteren Drittel
der Aufzählung: Klüh steht mit seinen Millionen auf
Platz 226 und ist damit unter den reichsten Düsseldorfer der zweit-ärmste. Am Ende des Düsseldorfer Teils der Liste
steht Kö-Architekt Walter Brune,
dessen Vermögen bei 400 Millionen Euro liegen soll.
Bei den genannten Vermögen handelt es sich aber keineswegs
um flüssige Mittel, an denen sich ihr Eigentümer jederzeit bedienen kann.
Addiert werden die unterschiedlichen Firmen und deren Werte, Immobilien (soweit
bekannt) und weitere Dinge, deren Geldwert in den Bilanzen vermerkt ist.
Dass ein Mann wie Otto Beisheim
unter der Ortsmarke Düsseldorf läuft, liegt nur am
Firmensitz: Ihm gehört ein erheblicher Anteil der Metro, die hier ihren
Hauptsitz hat. Beisheims Vermögen wird auf
4,1Milliarden Euro taxiert.
Bei den Familienvermögen ist die NRW-Landeshauptstadt
ebenfalls an der Spitze. Die Brenninkmeijer-Sippe
wird einerseits in Düsseldorf, andererseits in Zug (Schweiz) verortet. 22,5
Milliarden soll sie angesammelt haben, meint die Fachzeitschrift und hievt sie
auf Platz 1 der Euro-Dynastie. Familie Henkel folgt auf Platz 4 - 5,8
Milliarden sollen die Anteile wert sein, die die unterschiedlichen Stämme der
Familie unter ihrer Kontrolle haben.
Als Einzelperson taucht Christoph Henkel (Sohn von Konrad
und Gabriele Henkel) immerhin noch mit seinen 550 Millionen auf Platz 176 des Reichen-Rankings auf. Viel weiter vorne steht Familie Stoschek. Ihr gehört der Autozulieferer Brose in Coburg.
Und den Namen der Familie würden vermutlich nur sehr wenige kennen, wenn
Tochter Julia nicht vor Jahren beschlossen hätte, ihre Anteile dafür zu nutzen,
sich der modernen Kunst zu widmen. In Oberkassel restaurierte sie ein altes
Fabrikgebäude und schuf ein Gebäude und eine Sammlung, das in der weltweiten
Kunstszene be- und geachtet wird.
Dass Architekt Walter Brune (Platz
260) in der Liste steht, wird den Erbauer der Kö-Galerie
ärgern, denn er hat stets betont, sein Geld stecke in Immobilien.
Auch Unternehmensberater Walter Droege,
mit seiner Frau Hedda im Brahm-Droege auf Platz 101 des Rankings, mag solche Öffentlichkeit nicht. Er arbeitet
lieber diskret, dafür sehr erfolgreich. Erst vor wenigen Wochen ließ er
verkünden, seine Kasse sei mit rund 550 Millionen gut gefüllt, um weitere
Beteiligungen zu erwerben. Die Liste zeigt seinen Erfolg: 2008 stand Droege auf Platz 161, jetzt auf 101. Vermögen laut „manager-magazin“: 800Millionen Euro.
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