erstellt am:  07.10.2009
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Ranking

Die reichsten Düsseldorfer

VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 07.10.2009 - 10:28

Düsseldorf (RP) Einmal pro Jahr veröffentlicht das „manager-magazin“ die Liste der 300 wohlhabendsten Deutschen. Darunter sind auch einige Persönlichkeiten aus Düsseldorf. Die Familie Henkel ist natürlich dabei - aber viele der anderen kennt kaum einer. Und das ist den Millionären auch recht so.

Weil die ersten 87 der Reichen-Liste mehr als eine Milliarde Euro ihr Eigen nennen, wird die gesamte Aufzählung der Vermögenswerte in Milliarden ausgedrückt. Bei den meisten steht vorne daher eine Null - was aber keineswegs bedeutet, dass sie irgendwie bedürftig sind. Wer - wie zum Beispiel Josef Klüh - 0,45 Milliarden Euro hat, der besitzt also, anders gesagt, 450 Millionen. Damit ist er allerdings im hinteren Drittel der Aufzählung: Klüh steht mit seinen Millionen auf Platz 226 und ist damit unter den reichsten Düsseldorfer der zweit-ärmste. Am Ende des Düsseldorfer Teils der Liste steht Kö-Architekt Walter Brune, dessen Vermögen bei 400 Millionen Euro liegen soll.

Bei den genannten Vermögen handelt es sich aber keineswegs um flüssige Mittel, an denen sich ihr Eigentümer jederzeit bedienen kann. Addiert werden die unterschiedlichen Firmen und deren Werte, Immobilien (soweit bekannt) und weitere Dinge, deren Geldwert in den Bilanzen vermerkt ist.

Dass ein Mann wie Otto Beisheim unter der Ortsmarke Düsseldorf läuft, liegt nur am Firmensitz: Ihm gehört ein erheblicher Anteil der Metro, die hier ihren Hauptsitz hat. Beisheims Vermögen wird auf 4,1Milliarden Euro taxiert.

Bei den Familienvermögen ist die NRW-Landeshauptstadt ebenfalls an der Spitze. Die Brenninkmeijer-Sippe wird einerseits in Düsseldorf, andererseits in Zug (Schweiz) verortet. 22,5 Milliarden soll sie angesammelt haben, meint die Fachzeitschrift und hievt sie auf Platz 1 der Euro-Dynastie. Familie Henkel folgt auf Platz 4 - 5,8 Milliarden sollen die Anteile wert sein, die die unterschiedlichen Stämme der Familie unter ihrer Kontrolle haben.

Als Einzelperson taucht Christoph Henkel (Sohn von Konrad und Gabriele Henkel) immerhin noch mit seinen 550 Millionen auf Platz 176 des Reichen-Rankings auf. Viel weiter vorne steht Familie Stoschek. Ihr gehört der Autozulieferer Brose in Coburg. Und den Namen der Familie würden vermutlich nur sehr wenige kennen, wenn Tochter Julia nicht vor Jahren beschlossen hätte, ihre Anteile dafür zu nutzen, sich der modernen Kunst zu widmen. In Oberkassel restaurierte sie ein altes Fabrikgebäude und schuf ein Gebäude und eine Sammlung, das in der weltweiten Kunstszene be- und geachtet wird.

Dass Architekt Walter Brune (Platz 260) in der Liste steht, wird den Erbauer der Kö-Galerie ärgern, denn er hat stets betont, sein Geld stecke in Immobilien.

Auch Unternehmensberater Walter Droege, mit seiner Frau Hedda im Brahm-Droege auf Platz 101 des Rankings, mag solche Öffentlichkeit nicht. Er arbeitet lieber diskret, dafür sehr erfolgreich. Erst vor wenigen Wochen ließ er verkünden, seine Kasse sei mit rund 550 Millionen gut gefüllt, um weitere Beteiligungen zu erwerben. Die Liste zeigt seinen Erfolg: 2008 stand Droege auf Platz 161, jetzt auf 101. Vermögen laut „manager-magazin“: 800Millionen Euro.

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