DIW-STUDIE

Arbeitslose rutschen häufiger in die Armut

Berlin · 9. März · rtr · Arbeitslose laufen eine deutlich höhere Gefahr, in die Armut abzurutschen, als noch vor einigen Jahren. "Das Armutsrisiko für Arbeitslose ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen", erklärt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Litten 1993 nur 29 Prozent der Arbeitslosen unter Einkommensarmut, waren es 2003 bereits 39 Prozent. "Lebt ein Arbeitsloser allein im Haushalt oder übt dessen Partner keine Erwerbstätigkeit aus, so beträgt das Armutsrisiko sogar 53 Prozent", heißt es in der DIW-Studie.

Bezieher von Niedriglöhnen haben ein deutlich geringeres Armutsrisiko als Arbeitslose - auch deshalb, weil mehr als die Hälfte von ihnen in Haushalten mit einem Zweiteinkommen lebt. Wo ein solches fehlt, ist aber wie bei den Arbeitslosen das Armutsrisiko zuletzt gestiegen. Eine generelle Bezeichnung niedriger Einkommen als Armutslöhne sei nicht gerechtfertigt, schreiben die Forscher und lehnen eine generelle Bezuschussung von Niedriglöhnen ohne Bedürftigkeitsprüfung ab.

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Dokument erstellt am 09.03.2005 um 16:52:13 Uhr
Erscheinungsdatum 10.03.2005