Streetworker klagt gegen OSD

Fiftyfifty-Verkäufer in Handschellen

Fiftyfifty-Streetworker hat Widerspruch gegen seinen Bußgeldbescheid eingelegt. Foto: ddp

RPO) 100 Euro Bußgeld soll Streetworker Oliver Ongaro von der Obdachlosenhilfsorganisation Fiftyfifty zahlen. Grund: Er schaltete sich ein, als Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) im Januar diesen Jahres einem Zeitungsverkäufer am Burgplatz Handschellen anlegten.

Zwischen alkoholisierten Punks und den OSDlern sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen, so Ongaros Anwalt Rainer Felkl. Die Mitarbeiter der Stadt erteilten daraufhin Platzverweise. Im Verlauf des Streits soll der Zeitungsverkäufer versucht haben, einen OSDler mit einem Kopfstoß zu attackieren. Daraufhin sei er gefesselt worden.

Der Streetworker wollte nach Angaben von Fiftyfitfty schlichtend in den Streit eingreifen. Ongaro habe sich vorgestellt, seine Visitenkarte abgegeben. Der OSD behauptet das Gegenteil und verhängte ein Bußgeld. "Ongaro ist beim OSD allgemein bekannt", so sein Anwalt Rainer Felkl in einer Stellungnahme gegenüber RP Online.

Gegen das Bußgeld hat der Streetworker Widerspruch eingelegt. Vor dem Amtsgericht steht am Donnerstag nun seine Aussage gegen die von zwei OSD-Mitarbeitern.

21.11.06


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