Sozialhilfe auf hohem
Niveau
Die Sozialhilfeausgaben sind auf den höchsten Stand seit der
Hartz-IV-Reform 2005 gestiegen. 2008 wurden fast 20
Milliarden Euro ausgegeben: 4,9 Prozent mehr als 2007. Die verschiedenen Träger
wie Gemeinden oder Länder hätten für Sozialhilfe netto 19,8 Milliarden Euro
aufgewendet, teilte das Statistische Bundesamt mit. Für den Zuwachs sei unter
anderem die steigende Zahl älterer und behinderter Menschen ausschlaggebend.
Der Deutsche Städtetag sieht in der Entwicklung eine wachsende Sprengkraft für
die Kommunalhaushalte.
Fr 27.8.09
27.08.2009 / Inland / Seite 2Inhalt
Städtetag schlägt Alarm wegen Sozialausgaben
Wiesbaden. Der Staat gibt immer mehr Geld für
Sozialhilfeleistungen aus. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Ausgaben im
vergangenen Jahr erneut, diesmal um 4,9 Prozent auf netto 19,8 Milliarden Euro,
wie die Behörde am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Pro Kopf wurden damit 2008
rechnerisch 241 Euro für Sozialhilfe ausgegeben, im Jahr zuvor waren es noch
229 Euro. Der Deutsche Städtetag erklärte, zusammen mit den Folgen der
Wirtschaftskrise könnten die Kommunen die Kosten nicht mehr allein bewältigen.
Fast ein Viertel ihrer Ausgaben wendeten die Kommunen inzwischen für soziale
Leistungen auf. (AP/jW)