Reallöhne sinken

Weniger Sonderzahlungen für Bankangestellte

Die Beschäftigten spüren die Krise zunehmend im Portemonnaie. Die Reallöhne lagen im zweiten Quartal um 1,2 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie das Statistische Bundesamt meldet. Kurzarbeit und niedrigere Sonderzahlungen nennt die Behörde als wichtige Ursachen. Im ersten Quartal waren die Reallöhne um 0,4 Prozent geschrumpft.

Hauptgrund für das jüngste reale Minus waren nicht die Verbraucherpreise, die moderat um 0,3 Prozent stiegen. Wichtiger waren die Bruttomonatsverdienste, die im Jahresvergleich um 1,0 Prozent fielen. Letzteres führen die Statistiker in erster Linie darauf zurück, dass die Sonderzahlungen um 9,2 Prozent sanken.

So fielen diese Zahlungen der Beschäftigten in Banken und Versicherungen um 21,1 Prozent. Boni und andere Sonderzahlungen machten 20 Prozent der Gesamtvergütung aus, nach 24,4 Prozent in der Vorjahreszeit. Insgesamt fiel der Bruttomonatsverdienst in dieser Branche um 4,1 Prozent.

Im verarbeitenden Gewerbe sank der Verdienst vor allem wegen der Kurzarbeit, in der Autoindustrie beispielsweise um 8,8 Prozent. Die Einbußen wurden aber teilweise vom staatlichen Kurzarbeitergeld ausgeglichen, das die Statistik nicht berücksichtigt. Sch

Fr 22.9.09

 

 

22.09.2009 / Inland / Seite 4Inhalt

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Löhne in der BRD sinken weiter

Wiesbaden. Die Löhne in Deutschland sind weiter gesunken. Im zweiten Quartal lagen die Bruttoeinkommen um 1,2 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Damit sanken die Löhne deutlich stärker als in den ersten drei Monaten des Jahres, als ein Minus von 0,4 Prozent gemessen worden war. Das Minus gilt dabei nicht für alle Bereiche. Stark betroffen ist die Metallbranche mit einem Rückgang von zwölf Prozent. Bei der Lohnentwicklung werden die Reallöhne gemessen: Es wird eingerechnet, was sich ein Beschäftigter angesichts des Preisniveaus tatsächlich leisten kann. (AFP/jW)