Mehr Heranwachsende
sind seelisch krank
(jaw) Seelische Erkrankungen nehmen bei Kindern und
Jugendlichen
deutlich zu.
Mit diesem Problem und neuen Möglichkeiten der
Behandlung
beschäftigten sich gestern Experten auf einem
Symposium der
Rheinischen Kliniken Düsseldorf zur Eröffnung der
Ambulanz und
Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
"Rund 20
Prozent aller Kinder eines Jahrgangs sind auffällig und
müssten einer
Diagnose unterzogen werden", erklärt Gudrun Ott,
Leiterin der
Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatre. Als
Gründe für
diese Zahl sieht sie unter anderem traumatische
Erfahrungen
von zugewanderten Kindern und Jugendlichen aus
Krisengebieten
sowie Mobbing in der Schule. Schwerpunkte seien
nicht
auszumachen: "Mobbing gibt es an Gymnasien
genauso wie an
Real- oder
Hauptschulen." Weiterer Grund für die steigenden
Fallzahlen sei
der Missbrauch von Cannabis. "Dadurch ausgelöste
Psychoseerkrankungen hat es so vor zehn bis 20Jahren noch nicht
gegeben",
so Ott.
Mit der neuen
Ambulanz und Tagesklinik können nun auch Fünf- bis
13-Jährige in
Düsseldorf behandelt werden, ohne dass sie ihre
Familien verlassen müssen. Damit die Therapien
von Depressionen,
Psychosen und
ADHS funktionieren, setzt die Kinder- und
Jugendpsychiatrie auf Kooperation. "Der Erfolg ist auch von der
Zusammenarbeit
mit Schulen und Elternhaus abhängig", sagt
Psychologin
Ulrike Bowi.
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Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Düsseldorf
Ausgabe: Nr.284
Datum: Freitag, den 07. Dezember 2007
Seite: Nr.14