Hohe Kinderarmut
trotz Familienhilfe
Trotz
vergleichsweise hoher Finanzhilfen für Familien wachsen in
Deutschland
mehr Kinder in Armut auf als in den meisten anderen
Industriestaaten. Die effektivste Strategie gegen Armut sei, den
Eltern das
Ausüben ihres Berufs zu ermöglichen, mahnte der
OECD-Experte
Willem Adema. Nach den Zahlen, die die Organisation
für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gesammelt
hat, ist es in
der Bundesrepublik vergleichsweise schwer,
Familie und
Beruf unter einen Hut zu bekommen. Der Studie
zufolge
investiert die Bundesrepublik mit drei Prozent ihres
Bruttoinlandsprodukts überdurchschnittlich viel Geld in die
Familienförderung. Ein Großteil davon fließe aber in Kindergeld
und
Steuererleichterungen. Für Angebote zur Kinderbetreuung
blieben
hingegen nur 0,77 Prozent des BIP übrig, womit die
Bundesrepublik
unter dem OECD-Durchschnitt liege. Im Ergebnis
stünden nur
für neun Prozent der Kinder unter drei Jahren
Betreuungsplätze zur Verfügung, während in Skandinavien 40 bis
60 Prozent
erreicht würden. Fr 30.11.07