Hoffnung für Afrika
Weltbank sieht Fortschritte im Kampf gegen die Armut
Im Kampf gegen die Armut haben zahlreiche afrikanische Länder nach
Einschätzung der Weltbank inzwischen deutliche Erfolge erzielt.
Washington - Ein "bedeutender Anteil" der afrikanischen Bevölkerung
habe
vielerorts die Armutsschwelle hinter sich gelassen, teilte die
Weltbank
bei der Veröffentlichung der Afrikanischen Entwicklungsindikatoren
mit.
Im Durchschnitt sei das Bruttoinlandsprodukt in Afrika 2005 um 4,3
Prozent gewachsen, nach 5,4 Prozent im Jahr zuvor.
"Das Afrika von heute ist ein Kontinent im Aufbruch, auf dem es
greifbare Fortschritte im Gesundheits- und Bildungswesen, bei
Wachstum,
Handel und Maßnahmen zur Verringerung der Armut gibt", sagte der
Weltbank-Vizepräsident für die afrikanische Region, Gobind Nankani.
Seit
Mitte der 90er Jahre habe in 16 afrikanischen Ländern das jährliche
Wirtschaftswachstum konstant höher als 4,5 Prozent gelegen. Die
Inflation sei auf einem Tiefstand, die Haushaltsdefizite
verringerten sich.
Zahlreiche Probleme sind nach Angaben der Weltbank aber noch nicht
überwunden. Der Kontinent sei die einzige Weltregion, in der die
absolute Zahl der Armen weiter steige. Bislang flößen gerade einmal
1,6
Prozent der weltweiten Direktinvestitionen nach Afrika. Sechs der
weltweit zehn Staaten mit dem schwierigsten Umfeld für den Aufbau
von
Geschäften befänden sich dort. Auch behinderten nach wie vor Aids
und
andere Krankheiten, Korruption sowie hohe Zollhürden den Kampf
gegen
Armut. dpa
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Dokument erstellt am 31.10.2006 um 17:08:00 Uhr
Erscheinungsdatum 01.11.2006