Hilfe für Arme fehlt
Immer mehr Kinder bekommen Geld vom Staat -- es reicht aber nicht
Empfänger von Arbeitslosengeld II können ihre Kinder nicht
richtig ernähren, weil der Regelsatz zu niedrig ist. Wer arm
ist, hat auch schlechtere Bildungschancen. Experten fordern
deswegen eine Reform des Sozialgesetzbuches. Geld für mehr
Förderung wäre dank der sprudelnden Steuerquellen auch da.
Von Katharina Sperber
Der tägliche Speiseplan für ein armes Kind ist in Deutschland
eine komplizierte Angelegenheit. Die Preisfrage ist nämlich, wie
Muttern ein anständiges Essen für 2,55 Euro auf den Tisch
bringen kann. So viel bleibt für Speis und Trank übrig bei einem
monatlichen Hartz-IV-Satz von 207 Euro für Zehnjährige.
Sozialexperten meinen, für eine gesunde Ernährung seien pro Tag
mindestens vier Euro nötig.
Was also tun? Zu billigen Fertiggerichten greifen? Die Kinder
mit Chips aus der Tüte abspeisen? Zumindest würde das dem neuen
Aktionsplan der Bundesregierung "Fit statt fett" zuwiderlaufen.
Aber vielleicht müssen sich die mit Fastfood gefütterten Mädchen
und Jungen dann nur etwas mehr bewegen und alles ist wieder im
Lot.
Zuschlag verpufft
Das ist ein zynischer Vorschlag, angesichts der traurigen
Wirklichkeit. Allein in Nordrhein-Westfalen ist jedes vierte
Kind von Armut betroffen, wie im neusten Sozialbericht
nachzulesen ist, den Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU)
Mitte der Woche vorlegt hat. Die Zahl der armen Kinder ist 2006
bundesweit um zehn Prozent gestiegen, berichtete unlängst das
Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung. Rund 1,9 Millionen
Kinder unter 15 Jahren leben in Familien, die auf staatliche
Hilfe angewiesen sind. Jedes sechste Kind muss sein Auskommen
unterhalb der Armutsgrenze fristen. Schlimme Nachrichten, die
nicht nur das Bremer Institut errechnete, sondern von vielen
Verbänden und der Bundesagentur für Arbeit bestätigt werden.
Während die Zahl der erwachsenen Hartz-IV-Empfänger im
vergangenen halben Jahr leicht abgenommen hat, stieg der Anteil
der Kinder, die auf Sozialleistungen angewiesen sind.
Man müsste annehmen, dass angesichts dieser Entwicklung
Politiker aller Parteien einen nationalen Aktionsplan für
Kinder: "Gut versorgt statt arm und abgehängt" auflegen würde.
Doch davon ist nichts zu hören. Im Gegenteil.
2005 wurde mit der Einführung von Hartz IV ein Kinderzuschlag
kreiert, der sich mittlerweile als Rohrkrepierer entpuppt hat.
Eltern, die ihre Existenz mit einem eigenen kleinen Einkommen
sichern, bekommen vom Staat für ihr Kind 140 Euro im Monat.
Damit sollte vermieden werden, dass die Niedriglöhner, nur weil
sie Nachwuchs haben, von der Fürsorgeleistung abhängig werden.
Wer schon von Hartz IV lebt, bekommt den Zuschlag nicht. Bis
Ende 2006 hatten rund 800 000 Familien einen Antrag auf den
Zuschlag gestellt -- aber nur jeder zehnte wurde bewilligt. Das
Gesetz ist sperrig und unübersichtlich. Deswegen liegen auch
noch rund 100 000 Euro ungenutzt in dem Topf, aus dem der
Kinderzuschlag finanziert wird. Bundesfamilienministerin Ursula
von der Leyen (CDU) würde das gern ändern, findet aber im
SPD-geführten Bundesarbeitsministerium bislang kein Gehör,
obwohl sich beide Parteien im Koalitionsvertrag für eine
effektivere Förderung von armen Kindern ausgesprochen hatten.
Hoffen auf Krippen
So geht die große Diskussion um eine neue Familienpolitik an
denen vorbei, die sowieso schon ganz unten leben. Denn auch das
Elterngeld nutzt diesen Familien wenig, weil sie zumeist schon
lange arbeitslos sind oder nur Minilöhne verdienen. Es ist nicht
auszuschließen, dass ihnen mit mehr Kinderkrippen geholfen
werden könnte, weil sie dann leichter Arbeit oder einen besser
dotierten Job finden würden. Mehr als eine Hoffnung ist das
bislang aber nicht. Es ist richtig, dass sich der Sozialstaat um
alle seine Bürger sorgen muss -- auch um den Mittelstand. Die
Armen deswegen aber ganz aus dem Blick zu verlieren, ist
unsozial und wird in Zukunft teuer zu stehen kommen. Das Geld
für bessere Ausstattung der unterprivilegierten Familien ist
jetzt da: Bund, Länder und Gemeinden werden in diesem und im
nächsten Jahr 68 Milliarden Euro mehr im Steuersäckel haben,
berechneten die Steuerschätzer.
Kinder sind immer häufiger von Armut betroffen. Schlechtere
Bildungschancen sind oft die Folge.
MSCHWARZKOPF
© Copyright Frankfurter Rundschau
Ausgabe: Stadtausgabe (Nr. 110)
Datum: Samstag, den 12. Mai 2007
Seite: 2
"Kinder von ALG-II-Empfängern brauchen mehr Geld für Bildung"
Der Bund muss dafür sorgen, dass ALG-II-Empfänger mit Kindern
mehr Geld bekommen. Sie können oft keine Schulmaterialien
kaufen, was die Bildungschancen minimiert. Das sagen
der Arbeitsrechtler Stascheit und der Sozialwissenschaftler
Hofmann.
Frankfurter Rundschau: Das Sozialgesetzbuch II (SGB II) schließt
einmalige Leistungen für besondere Bedarfe aus, die über die
jeweilige monatliche Pauschale hinausgehen. Das
Bundessozialgericht bestimmte etwa, dass geschiedene Eltern
zusätzliche Fahrtkosten erstattet bekommen, damit sie ihre
Kinder besuchen können. Was muss noch geändert werden?
Ulrich Stascheit: Man kann auf keinen Fall hinnehmen, dass das
SGB II Kinder von Arbeitslosengeld-II-Empfängern benachteiligt.
Egal, ob man die Pisa-Studie heranzieht oder die Aussagen des
UN-Sonderberichterstatters Vernor Munoz: Es steht fest, dass
arme Kinder in Deutschland schlechtere Bildungschancen haben.
Woran liegt das?
Albert Hofmann: Bildungschancen hängen von unterschiedlichen
Faktoren ab. Doch der unzureichende Regelsatz benachteiligt
Kinder von ALG-II-Beziehern sehr. Kinder unter 14 Jahren
bekommen pro Monat 207 Euro. Davon müssen die Eltern alle
Bedürfnisse von Ernährung über Kleidung, Gesundheit oder
Freizeit bis hin zu Rücklagen für größere Anschaffungen abdecken.
Kommt dazu nicht das Kindergeld?
Hofmann: Nein. Jeder Normalverdiener bekommt das Kindergeld von
154 Euro zusätzlich zu seinem Einkommen gezahlt. Bei
ALG-II-Empfängern wird es von der mageren Kinderpauschale
abgezogen. Im Ergebnis bleibt so nur die Differenz von 53 Euro.
Was bedeutet das?
Stascheit: Mit den 207 Euro für Kinder kann der Schulbedarf
nicht gedeckt werden.
Hofmann: Dazu kommt, dass die Länder die Lernmittelfreiheit
einschränken. Eltern müssen dann noch Schulbücher kaufen.
Warum bekommen Kinder so wenig?
Stascheit: Die Regelsätze für Kinder sind völlig aus der Luft
gegriffen. Die Bundesregierung und kann nicht begründen, warum
sie einem Dreizehnjährigen 60 Prozent vom Regelsatz eines
Erwachsenen gewähren.
Hofmann: Der Regelsatz für Erwachsene beruht auf Einkommens- und
Verbrauchsstichproben. Das, was ein Ein-Personen-Haushalt im
unteren Fünftel der Gesellschaft verbraucht, ergibt den
Eckregelsatz. Doch dort sind keine Kinder vertreten. Das sind
häufig Kleinrentner oder Studenten -- ohne Ausgaben für Windeln,
Schulranzen oder Spielsachen.
Stascheit: Für Kinder hat man nicht einmal eine entsprechende
Untersuchung durchgeführt. Stattdessen hat man einfach den
Eckregelsatz genommen und gesagt: Kinder bekommen davon 60
Prozent. Das ist Willkür.
Wie müsste ein Regelsatz für Kinder aussehen?
Hofmann: Der Gesetzgeber muss überprüfen, was ein Kind in einer
bestimmten Altersstufe zum Leben und für die Schule braucht --
und zwar anhand von unabhängigen Untersuchungen. Zeigt sich,
dass der Regelsatz zu niedrig ist, muss er erhöht werden.
Hat sich seit der Einführung des SGB II die Situation für Kinder
verschlechtert?
Hofmann: Ja, bezogen auf die Regelsätze für Kinder im Alter von
acht bis 14 Jahren. Mit dem SGB II erkennt der Gesetzgeber für
diese Altersgruppe nur 60 Prozent statt wie vormals in der
Sozialhilfe 65 Prozent vom Regelsatz eines Erwachsenen an. Bei
der früheren Sozialhilfe hatten wir das System der einmaligen
Leistungen für besondere Bedarfe. Diese gibt es nicht mehr.
Was muss sich ändern?
Stascheit: In erster Linie ist natürlich der Gesetzgeber
gefordert. Er muss sicherstellen, dass der Regelsatz einen
notwendigen Bedarf für Kinder von ALG-II-Empfängern, wie zum
Beispiel den Schulbedarf, auch tatsächlich deckt. Das kann er
erreichen, indem er den Regelsatz bedarfsorientiert anhebt oder
in das Gesetz eine ,Öffnungsklausel' einbaut. Sie ermöglicht,
dass solche Bedarfe zusätzlich zu den Regelsätzen übernommen
werden müssen.
Hofmann: Der Gesetzgeber sollte auch überlegen, ob er
ALG-II-Eltern das Kindergeld zusätzlich belässt und nicht von
der Unterstützung abzieht, damit sie es beispielsweise für die
Schulausbildung einsetzen.
Interview: Annegret Schirrmacher
Ratgeber für Arbeitslose: Arbeitsrechtler Ulrich Stascheit
(links) und Sozialwissenschaftler Albert Hofmann.
GRÖMER
© Copyright Frankfurter Rundschau
Ausgabe: Stadtausgabe (Nr. 110)
Datum: Samstag, den 12. Mai 2007
Seite: 2
Oldenburg plant Schulgeldfonds
Die niedersächsische Stadt will Kinder von ALG-II-Empfängern
unterstützen / Geld für Arbeitshefte
Von Annegret Schirrmacher
Bundesweit stecken arbeitslose Eltern in einem Dilemma: Sie
wissen oft nicht, wovon sie die notwendigen Schulmaterialien für
ihre Kinder bezahlen sollen. Oldenburg schafft erstmals
unbürokratisch Abhilfe. Zum Schuljahresstart im Herbst hat der
Rat der niedersächsischen Stadt einen Schulgeldfonds mit 200 000
Euro ausgestattet. 2008 sollen es 400 000 Euro sein. Daraus
erhalten schulpflichtige Kinder von Arbeitslosengeld-II- oder
Sozialgeldempfängern sowie von geringverdienenden Eltern
erstmals Zuschüsse, mit denen sie Material für das Schuljahr
bezahlen können.
Seit Einführung des ALG II im Januar 2005 war ihnen das nicht
möglich. 207 Euro sieht der Gesetzgeber für Kinder unter 14
Jahren monatlich vor, bundesweit sind das rund 1,8 Millionen
Kinder. Jugendliche ab 14 Jahren erhalten 276 Euro. Diese
Pauschale deckt jedoch die Ausgaben für Arbeitshefte, Stifte,
Schultüte oder Schulranzen, Kopiergeld oder eintägige
Klassenfahrten nicht ab. Diese Posten addieren sich
durchschnittlich auf 100 Euro pro Kind und Schuljahr. Muss ein
Taschenrechner angeschafft werden, kommen bis 300 Euro zusammen.
"Kommune ist nicht zuständig"
"Auch wenn eigentlich nicht die Kommune, sondern Land oder Bund
gefordert wären, gehorchen wir mit dieser Entscheidung einer
Not, die mit Händen zu greifen ist. Die Leidtragenden sind die
Kinder, die überhaupt nichts dafür können", sagt Oldenburgs
Schuldezernent Martin Schumacher. Die Initiative zur Einrichtung
des Schulgeldfonds für die rund 4800 betroffenen Kinder in der
Stadt kam unter anderem von der Arbeitslosenselbsthilfe
Oldenburg (Also). Dort suchten kurz nach Einführung des neuen
Sozialgesetzbuchs II zahlreiche Eltern Rat. "Hier saßen ab 2005
Familien mit Kindern, die teilweise mehrere 100 Euro für den
Start ins neue Schuljahr aufbringen mussten", berichtet
Sozialberater Michael Bättig. Doch Zuschüsse für
außergewöhnliche Belastungen -- wie bis dato für
Sozialhilfeempfänger -- gab es nicht mehr.
"Wir haben damals allen Betroffenen geraten, bei der Arge, der
Arbeitsgemeinschaft aus Stadtverwaltung und Agentur für Arbeit,
ein Darlehen zu beantragen. Einzelne Familien bekamen dieses
Geld, die meisten Anträge lehnte die Arge jedoch ab, der
Leidensdruck für die betroffenen Eltern war groß", berichtet
Bättig.
Die Also organisierte eine Versammlung für die Betroffenen samt
Plakataktion, verschickte Broschüren an alle Ratsmitglieder der
Stadt und lud -- mitten im niedersächsischen Kommunalwahlkampf
2006 -- Vertreter der Fraktionen zur Podiumsdiskussion ein.
Gehör fand sie zu diesem Zeitpunkt nur bei den Vertretern der
Linken, die sich auch bis zum Schluss für die Idee stark machen
würden.
CDU und Grüne dachten zwar schon vor der Wahl über die
Einrichtung eines Schulgeldfonds nach. Doch letztendlich setzten
SPD, FDP, BFO (Bürger für Oldenburg) und die Linke den
Schulgeldfonds von 400 000 Euro durch. So finden auch Kinder von
gering verdienenden Eltern Unterstützung.
Während noch die Zustimmung des Landes Niedersachsen zum
kommunalen Haushalt aussteht, lässt Schuldezernent Schumacher
derzeit eine Arbeitsgruppe der Verwaltung planen, wie das Geld
mit möglichst geringem Aufwand an die richtige Stelle kommen
kann. "Wir müssen sicherstellen, dass das Geld tatsächlich bei
den Kindern ankommt", sagt er.
Ob der Schulgeldfonds eine Dauerlösung und damit ein Vorbild für
andere Kommunen sein kann, stellt der Dezernent noch dahin. "Wie
lange das Modell in Oldenburg läuft, hängt von den Beschlüssen
des Rates der Stadt ab. Als Jugenddezernent begrüße ich diesen
Schritt natürlich. Aber aus Sicht der Verwaltung ist dieser Weg
eigentlich systemwidrig, er ist lediglich ein Bypass", erklärt
Schumacher. Das Problem müsse ordentlich geregelt werden durch
eine Anpassung des Sozialgesetzbuches II.
GRÖMER
© Copyright Frankfurter Rundschau
Ausgabe: Stadtausgabe (Nr. 110)
Datum: Samstag, den 12. Mai 2007
Seite: 2
Wenn die Rente nicht reicht
Beim Sozialamt beziehen immer mehr Senioren Zusatzzahlungen, weil
die Rente nicht ausreicht.
Die Gewerkschaften protestieren am Dienstag gegen eine Politik, die
ihnen "das letzte Hemd raubt".
VON ANNA HARTNACK UND JULIA NAKÖTTER
Ohne die Unterstützung ihrer drei Töchter kommt Frau E. nicht
über die Runden: "Sie kaufen für mich Obst und Gemüse ein und
finanzieren mir neue Schuhe, wenn ich sie brauche. Ohne meine
Kinder müsste ich betteln gehen." Die 86-jährige Düsseldorferin
lebt von einer kleinen Witwenrente sowie ihren eignen
Altersbezügen, die sie in jahrzehntelanger Selbstständigkeit
erworben hat. Als gelernte Textilverkäuferin führte sie einen
Tante Emma-Laden. Im Alter von 59 Jahren wurde sie herzkrank und
musste das Geschäft aufgeben.
"Die Witwenrente liegt bei knapp 200 Euro, da mein Mann nicht an
einem Kriegsleiden verstorben ist", erzählt die 86-Jährige.
Hinzu kommen rund 400 Euro eigene Rente plus Wohngeld.
"Abzüglich Miete, Telefon- und Stromkosten sowie einem
Versicherungsbeitrag, bleiben mir 80 Euro im Monat zum Leben."
Bereits jetzt nimmt die Seniorin monatlich 100 Euro von ihrer
Lebensversicherungsumme. "Ungefähr ein Jahr reicht das Geld
noch, aber was kommt dann?", fragt sich Frau E. "Die meisten
Sorgen mache ich mir, wenn ich in ein Heim muss. Wie soll ich
das bezahlen?"
Die 86-Jährige schämt sich nicht für ihre Armut. Stellvertretend
für viele Senioren, klagt sie daher an: "Der Staat raubt
zahlreichen Senioren das letzte Hemd. Viele alte Menschen
sprechen nicht gerne darüber, weil sie keine Familie haben, die
sie unterstützen."
Der Deutsche Gewerkschaftsbund kennt die Sorgen und Nöte von
Rentnern, deren Einkommen kaum zum Leben reichen. Mit der IG
Metall, Verdi und den Sozialverbänden VdK und SoVD ruft er zum
Protest auf - gegen eine Regierung die ihnen, wie sie anklagen,
das letzte Hemd raubt.
Rund 6000 Rentner erhielten im April zusätzlich eine
Grundsicherung vom Sozialamt. Der größte Anteil der
Grundsicherungsempfänger sind Bürger zwischen 65 und 69 - rund
34 Prozent. Seit 2005 steigt die Anzahl der Rentner, die neben
ihrer regulären Rente Zusatzleistungen vom Sozialamt beziehen.
Der Großteil der bedürftigen Rentner sind Frauen, geht aus den
Statistiken des Sozialamts hervor.
Der DGB ruft nicht nur Rentner, sondern auch junge Leute auf, am
Dienstag, 15. Mai, auf dem Schadowplatz und in der Innenstadt zu
demonstrieren und dazu das symbolische letztesHemd mitbringen.
"Ich demonstriere nicht nur für mich", sagt Inge Steinebach von
den Verdi-Senioren. "Ich bin schon längst im Ruhestand - aber
die jüngeren Generationen sind von der Rente mit 67 betroffen.
Auch sie sollten protestieren."
- /ANNA HARTNACK UND JULIA NAKÖTTER
Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Düsseldorf
Ausgabe: Nr.110
Datum: Samstag, den 12. Mai 2007
Seite: Nr.19