Frankreich stoppt Gesetz
Paris gibt Protesten nach / Niederlage
für Premier
Die französische Regierung zieht ihre
Arbeitsrechtsreform zurück. Damit wurde die seit mehr als zwei Monaten
andauernde Krise um den "Erstarbeitsvertrag" CPE beendet.
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Paris · Ministerpräsident Dominique de Villepin
erklärte, die Vorschriften für Berufseinsteiger würden aus dem bereits
beschlossenen und verkündeten Gesetz entfernt. Stattdessen solle es
Berufseingliederungshilfen für Jugendliche ohne Abschluss geben. Dafür werden
150 Millionen Euro zusätzlich für 2006 eingeplant. Der CPE sah eine zweijährige
Probezeit für Berufsanfänger vor; währenddessen sollte eine Kündigung jederzeit
ohne Begründung möglich sein.
Er bedaure, dass sein Vorhaben "nicht von allen verstanden" worden
sei, sagte de Villepin. Die Protestaktionen
gefährdeten den Universitätsbetrieb und die Sicherheit der Jugendlichen.
Offenbar sei für seinen Vorschlag sowohl in der Wirtschaft als auch bei der
Jugend des Landes keine Vertrauensbasis vorhanden gewesen.
Die starre Haltung des Regierungschefs hatte seit Februar Massendemonstrationen
in ganz Frankreich ausgelöst, an denen sich Gewerkschaften, Studenten- und
Schülerverbände beteiligten. Mehrere Millionen Menschen hatten gegen den CPE
protestiert. Am Wochenende sah sich Präsident Jacques Chirac dazu gezwungen
einzugreifen. Dabei schloss er sich der Kompromisslinie an, die de Villepins innerparteilicher Konkurrent um die
Präsidentschaftskandidatur des bürgerlichen Lagers, Innenminister Nicolas Sarkozy, entwickelt hatte.
Gewerkschafter, Studenten- und Schülervertreter sowie die Oppositionsparteien
bezeichneten den Rückzug des CPE als Erfolg ihrer Aktionen. Hans-Helmut Kohl
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Copyright © Frankfurter Rundschau online 2006
Dokument erstellt am 10.04.2006 um 17:52:27 Uhr
Erscheinungsdatum 11.04.2006
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