„Drogenabhängige nicht aus Stadtbild verbannen“
(jtü) Wolfgang Töpfer sieht die Sache ganz nüchtern. Er sehe seine Aufgabe nicht darin, „das Stadtgebiet zu verschönern“, sagte der Polizeioberrat und Leiter der Polizeiinspektion Südwest gestern in der Bezirksvertretung 3. Deshalb ist er auf Hinweise, die darauf abzielen, Drogenabhängige aus dem Straßenbild in Bilk, Friedrichstadt und Volmerswerth zu verbannen, nicht so gut zu sprechen. Die kommen immer mal wieder aus der Bevölkerung. „Wir müssen damit leben, dass es Menschen gibt, die am Rande der Gesellschaft stehen und trotzdem deren Mitte suchen.“
Holger Körber vom städtischen Ordnungs- und Servicedienst ergänzte den Polizeibericht zur Sicherheitslage im Stadtbezirk und berichtete von erfreulichen Entwicklungen: „Die Leute aus der Szene haben gelernt, sich so zu verhalten, dass sich andere Leute davon nicht gestört oder gar bedroht fühlen.“ Einen positiven Trend sieht er darüber hinaus bei einem langjährigen Sorgenkind: dem Fürstenplatz. Er sei nicht mehr der bevorzugte Treffpunkt der Drogen-Szene. Allerdings sei eine Verlagerung zur Völklinger Straße hin zu beobachten, so Körber. Das Dealen in Straßenbahnen sei dagegen zurückgegangen. Insgesamt bescheinigte er dem Stadtbezirk, er sei bunt, aber kein ausgewiesener Problemfall.
Ärger bereitet Polizei und OSD allerdings die zunehmende Rücksichtslosigkeit von Fahrradfahrern. Immer häufiger werden Fußgänger angefahren oder können sich nur mit Not in Sicherheit bringen. Vor allem dann, wenn sich Fußgänger und Fahrradfahrer den Bürgersteig teilen müssen. „Man kann schon von Glück reden, wenn man auf der Bilker Allee oder auf der Lorettostraße nicht plattgefahren wird“, sagte Körber. Und auch immer häufiger kommt es zu Zusammenstößen zwischen Radfahrern.
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Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Düsseldorf
Ausgabe: Nr.219
Datum: Mittwoch, den 20. September 2006
Seite: Nr.10
Ordnung und Kindergärten in der Ratssitzung
(RP) Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hält am Donnerstag, 21. September, seine nächste Sitzung ab. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Themen „Ordnungsbehördliche Verordnung zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit in der Landeshauptstadt“, „Zehn Jahre Lokale Agenda“ sowie „Bau und Einrichtung und Instandsetzung von Kindergärten“. Die öffentliche Sitzung beginnt um 14 Uhr im Rathaus am Marktplatz 2. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
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Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Düsseldorf
Ausgabe: Nr.219
Datum: Mittwoch, den 20. September 2006
Seite: Nr.10