Die Grünen fordern ein Sozialticket für Arme
(ava) In die Haushaltsberatungen am kommenden
Donnerstag wird die Ratsfraktion der Partei Bündnis90 / Die Grünen mit mehreren
Anträgen aus den Bereichen Energie-, Sozial- und Bildungspolitik gehen.
Kostenpunkt aller Anträge zusammengenommen: 13Millionen Euro.
Nachdem sich alle Fraktionen inzwischen gegen ein Kohlekraftwerk ausgesprochen
haben, müsse jetzt nach Alternativen gesucht werden. „Wir beantragen ein
Gutachten, um die Potenziale für alternative Energien zu ermitteln“, erklärte
Grünen-Fraktionsvorsitzende Iris Bellstedt gestern.
Die Ergebnisse könnten in einer Konferenz ausgewertet und dann von der Stadt zu
einem Aktionsprogramm gebündelt werden, etwa „1000 Solardächer für Düsseldorf“.
Um auch ärmeren Menschen Mobilität zu ermöglichen, sprechen sich die Grünen für
die Einführung eines Sozialtickets aus. Ein solches von der Stadt bezuschusstes
Ticket für den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr soll je nach Geltungsdauer für
Inhaber des Düsselpasses zehn oder 15 Euro kosten. Im
Bildungsbereich möchten die Grünen in Erzieherfortbildungen investieren, ein
gesundes Mittagessen für alle Schüler kostenfrei ermöglichen und nach und nach
Beitragsfreiheit der Betreuungsplätze erreichen. Unter dem Titel „Quartiere
stärken“ möchte die Partei Stadtteilmanagement-Zentren in sozial
benachteiligten Quartieren einrichten. Um die Beteiligung der Bürger an
politischen Entscheidungen zu stärken, fordert die Partei das Konzept für einen
„Bürgerhaushalt“. In Köln und Duisburg gebe es bereits Internetseiten und
Gremien, in denen Bürger Vorschläge und Ideen zur Stadtplanung äußern können.
Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Düsseldorf
Ausgabe: Nr.288
Datum: Dienstag, den 09. Dezember 2008
Seite: Nr.27
Grüne: CDU hebelt Sozialticket mit einem Trick aus
(jtü) Der Verkehrsexperte der Grünen, Norbert Czerwinski, wirft der CDU vor, sie verhindere mit einem
„unwürdigen Trick“ das Sozialticket für Busse und Bahnen. Ohne Beratung in den
zuständigen Gremien habe die Union gestern in der Verbandsversammlung des
Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr einen Großkundenrabatt und somit auch das
Sozialticket für Hartz-IV-Empfänger ausgehebelt. Als
vorgeschoben empfindet Czerwinski auch die
Argumentation für die Ablehnung. CDU-Vertreter hätten auf das Gleichheitsgebot
nach dem Grundgesetz hingewiesen. Demnach sei es unzumutbar, dass jemand, der
ein Ticket über den Großkundenrabatt für Kommunen beziehe, weniger bezahlt.
Heute will der Initiativkreis Armut vor dem Rathaus fürs Sozialticket
demonstrieren.
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Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Düsseldorf
Ausgabe: Nr.290
Datum: Donnerstag, den 11. Dezember 2008
Seite: Nr.19