Beschäftigte häufiger krank

Mehr psychische Störungen

Berlin · Die Arbeitnehmer in Deutschland melden sich einer Erhebung der

Betriebskrankenkassen (BKK) zufolge wieder häufiger krank. Während die

Beschäftigten in diesem Jahr von Januar bis Oktober durchschnittlich

10,6 Kalendertage fehlten, waren es in den ersten zehn Monaten des

vergangenen Jahres 10,3 Tage gewesen. Das teilt der BKK-Bundesverband

mit. 2004 fehlten Arbeiter und Angestellte krankheitsbedingt noch etwas

häufiger als in diesem Jahr.

Die BKK-Erhebung basiert auf Daten der knapp sieben Millionen

Beschäftigten und Arbeitslosen, die bei den Betriebskrankenkassen

versichert sind.

Problematisch ist den Angaben zufolge besonders die Zunahme psychischer

Störungen. Ihr Anteil an den Krankheitstagen hat sich seit Mitte der

70er Jahre beinahe verfünffacht. Außerdem sei auffällig, dass

Angestellte in Dienstleistungsberufen -- etwa in Sozialdiensten und in

der Krankenpflege -- häufiger betroffen seien als andere Arbeitnehmer,

heißt es.

Der Verlust des Arbeitsplatzes kann ebenfalls krankheitsauslösend

wirken: Im Vergleich zu Arbeitnehmern sind Arbeitslose den

Betriebskrankenkassen zufolge wegen psychischer Probleme 3,6 Mal so

lange krank. dpa

www.bkk.de

 

MSCHWAB

 

 

© Copyright Frankfurter Rundschau

Ausgabe: Stadtausgabe (Nr. 299)

Datum: Samstag, den 23. Dezember 2006

Seite: 9

 

Arbeitsunfähig: Jeder Vierte ist psychisch krank

 

Berlin (ap) Psychische Störungen sind die vierthäufigste Ursache für Krankmeldungen vom Arbeitsplatz. Seit 1991 stieg die Zahl dieser Krankheitstage um 33 Prozent, wie der BKK Bundesverband berichtet. Insgesamt gingen die krankheitsbedingten Fehlzeiten aber weiter zurück und erreichten 2005 mit 12,6 Tagen je Beschäftigter den niedrigsten Stand seit 30 Jahren. Der Trend zu zunehmenden psychischen Erkrankungen bei Arbeitnehmern ist laut BKK auch im stationären Bereich zu beobachten: Seit 1986 stieg die Zahl der Krankenhausfälle von 3,8 Fällen je 1000 Versicherte auf 9,3 Fälle im Jahr 2005.

 

 

Quelle:

Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH

Publikation: Rheinische Post Düsseldorf

Ausgabe: Nr.2

Datum: Mittwoch, den 03. Januar 2007

Seite: Nr.7