Auch mit Arbeit arm

Neue Stellen bieten seltener Vollzeitbeschäftigung

Immer weniger neue Stellen entpuppen sich als normale Arbeitsplätze. Es

steigt der Anteil „prekärer Jobs“, die kaum für den Lebensunterhalt

ausreichen.

Frankfurt a. M. • Nach den jüngsten Statistiken der Nürnberger

Bundesagentur sank im September die Zahl der Erwerbslosen um 134 000 auf

4 238 000. Gleichzeitig ergab die Statistik, dass die Gruppe der

Minijobber mit 400-Euro-Stellen im Juli auf 4,89 Millionen Menschen

angewachsen ist, 133 000 mehr als vor einem Jahr. 282 000 Personen

erhielten Arbeitslosengeld II und verdienten in Ein-Euro-Jobs etwas hinzu.

Weiteren 1,9 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten reicht

ihr Lohn nicht zum Leben – sie üben zusätzlich einen geringfügig

entlohnten Nebenjob aus. Ihre Zahl stieg um 169 000. Rund eine Million

Berufstätige erhalten noch zusätzlich zum Lohn Arbeitslosengeld. Der

Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 194 000 auf

26,1 Millionen beruht vor allem auf einer kräftigen Zunahme der Zeitarbeit.

Dramatisch unterversorgt ist der Lehrstellenmarkt. Nach FR-Informationen

sind derzeit noch 43 000 junge Bewerber ohne Lehrstelle. rb

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Fr 29.9.06