Arbeitslosigkeit sinkt trotz Globalisierung
Genf · Die Globalisierung hat sich auf
Einkommen und Qualität der Arbeitsplätze offenbar nicht negativ ausgewirkt. Zu
diesem Ergebnis kommen die Welthandelsorganisation (WTO) und Internationale
Arbeitsbehörde in einer Studie. In Prognosen waren bisher unzählige
Arbeitsplatzverluste durch die Globalisierung befürchtet worden.
Der Studie zufolge ist der Handel
zwischen 1996 und 2005 jährlich um fast sechs Prozent gewachsen. Gründe dafür
seien unter anderem engere regionale Verbindungen und eine stärker nach außen
orientierte Wirtschaftspolitik von Ländern wie China oder Mexiko.
Gleichzeitig habe sich die Zahl der
weltweit Erwerbstätigen in den vergangenen beiden Jahrzehnten nur geringfügig
verändert: Weltweit waren 2005 etwa 2,8 Milliarden Menschen berufstätig. In den
Industrieländern sei die Arbeitslosigkeit zurückgegangen, in den
Entwicklungsländern habe sie leicht zugenommen, hieß es.
Die Angst, dass das Wirtschaftswachstum
in aufstrebenden Nationen wie China und Indien zum Verlust von Arbeitsplätzen
in anderen Ländern führen könnte, hat sich der Studie zufolge nicht bestätigt.
Die meisten Stellen seien von Welthandel und ausländischen Investitionen nicht
direkt betroffen. dpa
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Ausgabe: Stadtausgabe (Nr. 43)
Datum: Dienstag, den 20. Februar 2007
Seite: 10