Schmerzensgeld für Brechmittel-Opfer
Gut drei Jahre nach dem tödlichen Brechmittel-Einsatz gegen
einen mutmaßlichen Kokainhändler in Bremen hat die Mutter des
Afrikaners jetzt 10 000 Euro Schmerzensgeld erhalten. Die Summe
wurde in einem außergerichtlichen Vergleich vereinbart. Das
Landgericht Bremen verhandelt ab 16. April gegen den Arzt, der
im Auftrag der Polizei den Brechsirup verabreicht hatte. Dem
46-Jährigen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Der Mediziner
hatte versucht, Kokain-Kügelchen aus dem Magen des 35-Jährigen
sicherzustellen. Der mutmaßliche Kleindealer fiel zunächst ins
Koma und starb dann elf Tage später. fr 5.4.08