Klageflut wegen Hartz IV
Die Hartz-IV-Gesetze haben zu
einer Klageflut bei den acht
nordrhein-westfälischen Sozialgerichten geführt.
"Allein der Eingang von
Klagen um das Arbeitslosengeld II ist
im vergangenen Jahr sprunghaft um
77 Prozent auf mehr als 16 300 gestiegen", berichtete
der Präsident des
Landessozialgerichts, Jürgen Brand, am Donnerstag in Essen.
Dabei gehe
es vor allem um die Feststellung eheähnlicher
Lebensgemeinschaften, aber
auch um angemessene Wohnungsgröße, Heizkosten und
Vermögensfragen. Mit
rund 77 800 erreichte die Zahl der neu eingegangenen
Verfahren bei den
NRW-Sozialgerichten 2006 einen Höchststand. dpa
Warnung vor Überregulierung Die Bundesärztekammer (BÄK) hat
vor einer zu
detaillierten Regelung für Patientenverfügungen gewarnt. Der
Gesetzgeber
solle lediglich notwendige verfahrensrechtliche Fragen
klarstellen, auf
weitergehende Vorgaben jedoch verzichten, sagte BÄK-Präsident
Jörg-Dietrich Hoppe der Berliner Zeitung. Jeder Patient
müsse sich zu
jeder Zeit sicher sein können, "dass Ärzte konsequent
für sein Leben
eintreten", unterstrich er. Bundesjustizministerin
Brigitte Zypries
(SPD) bekräftigte ihr Votum für ein uneingeschränktes
Selbstbestimmungsrecht. kna
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Ausgabe: Stadtausgabe (Nr. 22)
Datum: Freitag, den 26. Januar 2007