Arbeitsvermittler fehlen - Erwin sauer

 

 

 

        (gök) Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU) hat jetzt einen

        geharnischten Brief an Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD)

        geschrieben. Darin kritisiert er, dass die Arge Düsseldorf noch

        immer unterbesetzt ist - und dass die Stadt für die

        Personalkosten aufkommt, die der Bund bisher nicht zahlt, obwohl

        der dafür verantwortlich ist.

 

 

 

        Zum Jahresbeginn sind 34 Stellen bei der Arge unbesetzt. 575

        Stellen sollen es eigentlich sein in der Arbeitsgemeinschaft aus

        Sozialamt und Arbeitsagentur, die seit 2005 für die Auszahlung

        von Hartz IV und Sozialgeldern verantwortlich ist. 12,6 Prozent

        der Personalkosten liegen laut Vertrag bei der Kommune, der

        große Rest beim Bund. Dennoch liegt der Anteil der städtischen

        Kosten derzeit bei 35 Prozent - ein Umstand, der den

        Oberbürgermeister erbost. Auslöser für den Brief war eine

        Anweisung, mit der die Arbeitsagenturen aufgefordert werden,

        kein Personal mehr fest einzustellen. "Engagierten Mitarbeitern

        muss die Möglichkeit der Übernahme in ein Dauerarbeitsverhältnis

        geboten werden können", schreibt Erwin. "Einseitige Vorgaben zur

        Bemessung des Personalbedarfs in den Argen werde ich nicht

        akzeptieren." Scholz und Franz-Jürgen Weise, Chef der

        Bundesagentur für Arbeit, werden aufgefordert, sich für eine

        Weiterbeschäftigung der befristet Beschäftigten einzusetzen und

        "dafür Sorge zu tragen, dass eine ausreichende Zahl an

        Mitarbeitern zur Verfügung steht". Von Mitarbeitern der Arge ist

        seit der Eröffnung zu hören, dass Personal fehlt, Akten liegen

        und Anfragen von Bürgern zu lange unbeantwortet bleiben. Für

        gründliche Kontrollen fehlten die Leute.

 

 

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Quelle:

Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH

Publikation: Rheinische Post Düsseldorf

Ausgabe: Nr.291

Datum: Samstag, den 15. Dezember 2007

Seite: Nr.9