Milliarden-Defizit bei Sozialversicherung
Wiesbaden · Die gesetzliche Sozialversicherung hat das Jahr
2005 mit einem Defizit von rund 3,3 Milliarden Euro abgeschlossen. Ein Jahr
zuvor hatten die Sozialkassen insgesamt noch einen Überschuss von 2,1
Milliarden Euro verbucht.
Nur die Krankenversicherung verbuchte nach Angaben des
Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden vom Dienstag einen Überschuss. Dieser
fiel jedoch mit 1,5 Milliarden Euro deutlich geringer aus als im Vorjahr (4,0
Milliarden Euro). Bei der Rentenversicherung stieg der Fehlbetrag um 2,9
Milliarden auf etwa 4,3 Milliarden Euro. Die Pflegeversicherung halbierte ihr
Defizit auf 0,4 Milliarden Euro.
2005 öffnete sich die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben
weiter: Während die Ausgaben um 0,6 Prozent auf 469 Milliarden Euro stiegen,
sanken die Einnahmen um 0,5 Prozent auf 465,7 Milliarden Euro.
Die gesetzliche Krankenversicherung musste vor allem für
Arznei-, Verband- und Hilfsmittel mehr Geld ausgeben, vor allem wegen sinkender
Herstellerrabatte. Zugleich profitierten die Kassen vom niedrigsten
Krankenstand seit 1970: Die Ausgaben für Krankengeld fielen 2005 mit 5,9
Milliarden Euro um 7,8 Prozent geringer aus. dpa
DPA
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Ausgabe: Stadtausgabe (Nr. 125)
Datum: Mittwoch, den 31. Mai 2006
Seite: 4
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