GESUNDHEITSRISIKEN

Ärzte warnen vor Gefahr durch Arbeitslosigkeit

Berlin · 5. Mai · ap · Die Ärzteschaft fordert eine Nachbesserung der Gesundheitsreform zu Gunsten sozial Schwacher: Die 250 Delegierten des Deutschen Ärztetages in Berlin plädierten dafür, Wohnungslosen und Heimpatienten sämtliche Zuzahlungen und die Praxisgebühr zu erlassen. Auch sollen Medikamente für Kinder bis 18 statt nur bis zwölf Jahre zuzahlungsfrei sein.

Nachdrücklich warnten Experten vor den "gesundheitlich katastrophalen Folgen" der Massenarbeitslosigkeit auch für die Kinder der Betroffenen und forderten, der Beschäftigung Vorrang zu geben. "Arbeitslosigkeit und Armut machen krank - bis in die folgende Generation", sagte Rudolf Henke, Vorsitzender des Ausschusses Gesundheitsförderung der Bundesärztekammer. Sie ließen die Menschen früher altern, raubten ihnen die Motivation und förderten ungesunde Verhaltensweisen.

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Copyright © Frankfurter Rundschau online 2005
Dokument erstellt am 05.05.2005 um 17:08:04 Uhr
Erscheinungsdatum 06.05.2005

Massive Kritik der Ärzte an Gesundheitsreform


Berlin (ap) Die Ärzteschaft hat eine vernichtende Bilanz der Gesundheitsreform gezogen. Sie trage nicht dazu bei, die Kassen zu entlasten und die Versorgung der Patienten zu verbessern, kritisierte der Deutsche Ärztetag in Berlin. Erneut protestierten die Klinikärzte gegen lange Arbeitszeiten und geringe Stundenlöhne. Ärzte-Präsident Hoppe sagte, es sei kaum möglich, den notwendigen medizinischen Nachwuchs zurück zu gewinnen.

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Quelle:
Verlag: Rheinisch-Bergische Druckerei- und Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Düsseldorf
Ausgabe: Nr.103
Datum: Mittwoch, den 04. Mai 2005
Seite: Nr.1