Zahl depressiver Kinder in NRW um 50 Prozent gestiegen


Düsseldorf (epd) Die Techniker Krankenkasse (TK) in NRW verweist auf einen „dramatischen Anstieg“ depressiver Kinder und Jugendlicher, die stationär behandelt werden müssen. Befanden sich im Jahr 2008 rund 2800 junge Menschen in NRW zwischen zehn und 19 Jahren wegen der psychischen Erkrankung in einer Klinik, so habe sich die Anzahl bis 2010 um 50 Prozent auf 4200 Patienten erhöht, erklärte die Landesvertretung der TK in Düsseldorf. Mädchen leiden fast doppelt so häufig an seelischen Beeinträchtigungen wie Jungen, so TK-Sprecherin Andrea Kleinbreuer. „Leistungsdruck, Turbo-Abi und steigende Armut belasten unsere Kinder offenbar zunehmend.“ Leider nutze etwa nur jeder vierte Jugendliche das Angebot, bei den ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen neben körperlichen Beschwerden auch seelische Probleme anzusprechen.

 

 

 

Publikation

Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH

Lokalausgabe

Rheinische Post Düsseldorf

Erscheinungstag

Mittwoch, den 18. Mai 2011

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