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Viele Schwarzfahrer in Köln und Bonn
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Publikation |
Rheinische Post
Verlagsgesellschaft mbH |
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Lokalausgabe |
Rheinische Post Düsseldorf |
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Erscheinungstag |
Montag, den 16. April 2012 |
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Seite |
3 |
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> *ÖPNV*
> *Schwarzfahrer bringen
der Evag 3,7 Millionen Euro Einnahmeverlust*
> 13.04.2012 | 06:00 Uhr
> Die Schwarzfahrerquote
schätzt die Evag seit Jahren auf knapp unter
> zwei Prozent, die daraus
resultierenden Einnahmeverluste auf rund zwei
> Millionen Euro. Bei den
Schwerpunktkontrollen kommen allerdings
> deutlich höhere Quoten zu
Stande. Für den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr
> (VRR) sind diese Zahlen
keineswegs überraschend.
> Für ihre regelmäßigen
Schwerpunkt-Sonderkontrollen hat die Essener
> Verkehrs-AG
<http://www.derwesten.de/staedte/essen/article6505152.ece>
> vielfach Kritik von
Fahrgästen geerntet: Razziaartig, verstörend,
> bedrohlich. Aber die
Kontrollen zeigen Ergebnisse: Bei diesen Aktionen
> finden die Kontrolleure
deutlich mehr Schwarzfahrer
>
<http://www.derwesten.de/staedte/essen/article6198275.ece> als bei
> normalen Kontrollen.
> Die Schwarzfahrerquote
schätzte die Evag seit Jahren auf knapp unter
> zwei Prozent, die daraus
resultierenden Einnahmeverluste auf rund zwei
> Millionen Euro.
Inzwischen hat das Unternehmen diese Schätzung fast
> verdoppelt auf 3,7
Millionen Euro, die der Evag jährlich durch
> Schwarzfahrer entgehen -
auch auf der Basis der Ergebnisse der
> Schwerpunktkontrollen.
> Die so genannte
"Beanstandungsquote", die Zahl der Fahrgäste, die in
> Bussen und Bahnen ohne
gültiges Ticket angetroffen wurden, lag 2010
> bei 1,6 Prozent: 23.729
Fahrgäste konnten keinen Fahrschein vorzeigen.
> 2011 lagen Zahl und Quote
leicht höher: 24.917 Fahrgäste ohne
> Fahrschein entsprechen
einer Beanstandungsquote von knapp 1,7 Prozent.
> *Zahlen überraschen VRR
nicht*
> Bei den
Schwerpunktkontrollen kommen allerdings deutlich höhere Quoten
> zu Stande. Drei
Beispiele. Sonderkontrolle am 13. September im
> U-Bahnhof unterm Rathaus:
292 Bahnen überprüft, Beanstandungsquote
> 3,77 Prozent.
Nebeneffekt: Die Polizei nahm zwei mit Haftbefehl
> gesuchte Personen fest.
Sonderkontrolle eine Woche später im U-Bahnhof
> Altenessen-Mitte:
162 Bahnen der U 11 und U 17 überprüft,
> Beanstandungsquote: 3,03
Prozent. Sonderkontrolle am 3. Februar erneut
> im Altenessener
U-Bahnhof: 123 U-Bahnen kontrolliert,
> Beanstandungsquote 3,09
Prozent.
> Für den Verkehrsverbund
Rhein-Ruhr (VRR)
>
<http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/article6501241.ece> sind
> diese Zahlen keineswegs
überraschend. Er rechnet schon lange mit einer
> Schwarzfahrerquote von
3,5 Prozent. "Unsere Verkehrsunternehmen haben
> unterschiedliche
Vorgehensweisen, wie die Kontrollen durchgeführt
> werden", sagt Sabine
Tkatzig, Sprecherin des VRR. Und da Schwarzfahren
> ein so genanntes
Kontrolldelikt ist, gilt das Prinzip: je mehr
> Kontrollen, desto mehr
Fahrgäste ohne Fahrschein fallen auf.
> *Auszeit für die
Kartenleser*
> Das heißt allerdings
nicht, dass es mehr Schwarzfahrer als früher
> gibt. Im Gegenteil: Das Risiko,
erwischt zu werden, ist höher
> geworden, also wird die
Zahl derer sinken, die dieses Risiko eingehen.
> Das jedenfalls ist die
Erfahrung des Verkehrsverbundes. Zudem hat das
> in den letzten zwei
Jahren neu installierte elektronische
> Kontrollsystem in den
Bussen der Evag "die Kontrolldichte
erhöht",
> sagt Sabine Tkatzig.
> Jedenfalls im Prinzip:
Anfang des Jahres, als die Tarife von VRR und
> seiner Nachbarverbünde
angepasst wurden, hatten die Kartenleser erst
> mal Auszeit. Nicht nur in
Essen, sondern auch bei der
> Schwesterunternehmen in
Mülheim und Duisburg. Jetzt sind alle Geräte
> umgestellt, versichert
die Evag: Alle Leser lesen wieder.
> */Kai Süselbeck/*