U-Bahn-Schläger:
Forscher fordern Alkohol-Verbot
Berlin (may-) Als Reaktion auf den
brutalen Angriff eines alkoholisierten 18-Jährigen auf einen 29-Jährigen in
einem Berliner U-Bahnhof hat die Deutsche Hauptstelle gegen Suchtgefahren (DHS)
ein nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol gefordert. Studien zeigten, dass
gerade junge Leute die Möglichkeiten an Tankstellen und Spätkaufläden nutzten,
um über einen bestimmten Alkoholpegel hinaus weiterzutrinken,
erklärte DHS-Geschäftsführer Raphael Gaßmann in
Berlin. Drogen-Expertin Gaby Bartsch verwies auf Erfahrungen der Polizei,
wonach sich im Umkreis von nächtlichen Alkoholverkaufsläden die Kriminalität
balle.
Die Tat war am Samstagmorgen gegen 3.30 Uhr verübt worden.
Ein bislang nicht polizeiauffälliger 18-Jähriger hatte einen anderen Mann zu
Boden geschlagen und dann mehrfach auf den Kopf des Bewusstlosen eingetreten.
Der Tatverdächtige hatte sich der Polizei gestellt, war aber wieder auf freien
Fuß gekommen. Es bestehe weder Flucht- noch Verdunkelungsgefahr, hieß es zur
Begründung.
Stimme des Westens SEITE A 2
Publikation
Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe
Rheinische Post Düsseldorf
Erscheinungstag
Mittwoch, den 27. April 2011
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