Stadt will Straßenordnung überprüfen

 

 

      VON DENISA RICHTERS

 

 

 

        Das Rathaus will nach dem Urteil des baden-württembergischen

        Verwaltungsgerichtshofs, mit dem das Freiburger Alkoholverbot

        gekippt wurde, auch den Paragrafen 6 der Düsseldorfer

        Straßenordnung überprüfen. Das kündigte der zuständige

        Beigeordnete Werner Leonhardt im Gespräch mit unserer Zeitung

        an. Die Obdachloseninitiative "Fifty-fifty" und die Armenküche

        hatten angekündigt, den Paragrafen, der unter anderem das Lagern

        von Gruppen und Störungen durch Alkoholkonsum verbietet, auf

        seine Rechtssicherheit prüfen zu lassen. Norbert Czerwinski

        (Grüne) unterstützt den Vorstoß und hat eine entsprechende

        Anfrage für den Ordnungsausschuss formuliert.

 

 

 

        Bestätigt fühlen sich die Kritiker dieser Regelung durch die

        Mannheimer Richter. Die hatten neben dem Alkoholverbot auch

        entsprechende Passagen in städtischen Satzungen in Frage

        gestellt. Wie beim Alkoholverbot bemängelten sie, dass mit

        solchen Regelungen alle Bürger unter Generalverdacht gestellt

        würden. Leonhardt glaubt dennoch nicht, dass sich die Zweifel an

        der Rechtmäßigkeit der Straßenordnung bestätigen werden. "Bevor

        der Paragraf 6 beschlossen worden ist, hat es eine sorgfältige

        juristische Prüfung gegeben." Allerdings lasse sich dies erst

        mit Sicherheit sagen, wenn das Urteil vorliege, was noch einige

        Wochen dauern könne. "Sobald das Urteil da ist, werden wir

        diesen Paragrafen erneut überprüfen."

 

 

 

        Dafür plädiert auch CDU-Fraktionschef Friedrich G. Conzen:

        "Sollte die Straßensatzung den Kriterien des Urteils nicht

        entsprechen, sollten wir sie an dieser Stelle ändern."

        Änderungsbedarf sieht Manfred Neuenhaus (FDP) nicht. "Inzwischen

        herrscht zwischen den betroffenen Gruppen ein gutes Miteinander,

        die Konflikte vergangener Jahre sind entschärft", so der

        Liberale. Deshalb müsse in der Straßenordnung weder etwas

        gestrichen noch hinzugefügt werden. Streichen möchte auch

        SPD-Ordnungsexperte Rolf-Jürgen Bräer besagten Paragrafen nicht.

        "Allerdings ist er zu schwammig formuliert. Was ist Lagern?" Man

        müsse zu einer eindeutigeren Fassung kommen.

 

 

          - /DENISA RICHTERS

 

 

Quelle:

Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH

Publikation: Rheinische Post Düsseldorf

Ausgabe: Nr.181

Datum: Freitag, den 07. August 2009

Seite: Nr.28

 

http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/742016/Stadt-will-Strassenordnung-ueberpruefen.html

 

 

Junge Liberale sind gegen Alkoholverbot in Altstadt


(ana) Zur aktuellen Diskussion um ein Alkohlverbot in der Altstadt werden die Jungen Liberale heute gegen die Verbotspolitik protestieren - und zwar mit Freibier. Von 20 bis 21 Uhr verteilen sie auf der Ratinger Straße Bier, um auf das Urteil des Verwaltungsgerichtshof (VHG) Mannheim anzustoßen. Dazu FDP-Ratskandidat Mirko Rohloff (24): „Wir freuen uns über das VGH-Urteil und darüber, dass es vorerst kein Alkoholverbot geben wird. Leider wird in Düsseldorf versucht, jedes Probelm mit einem Verbot zu bekämpfen.“

 

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Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Düsseldorf
Ausgabe: Nr.185
Datum: Mittwoch, den 12. August 2009
Seite: Nr.27

 

 

Gegen Alkoholverbot mit Freibier: SPD-Kritik an Jungen Liberalen


(dr) Die Aufforderung des Jungen Liberalen und FDP-Ratskandidaten Mirko Rohloff, auf der Ratinger Straße mit Freibier auf das Gerichtsurteil gegen das Freiburger Alkoholverbot anzustoßen, löst in der SPD Empörung aus: „Das ist angesichts der Problematik in der Altstadt eine Unverschämtheit“, sagt Rolf-Jürgen Bräer, Vorsitzender des Ordnungsausschusses. Alle, auch die Fraktionschefin der FDP, klagten über das zunehmende Komasaufen von Jugendlichen. „Nun vorzuschlagen, auf das Urteil mit Alkohol anzustoßen, zeugt von geistiger Unreife“, so Bräer. Rohloff fehle offenbar jegliche Ernsthaftigkeit, um im Stadtrat zu sitzen. Der 24-Jährige hat zu einer Aktion der JuLis gegen das Alkoholverbot aufgerufen, bei der an Erwachsene auch Freibier ausgeschenkt werden sollte.

 

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Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Düsseldorf
Ausgabe: Nr.186
Datum: Donnerstag, den 13. August 2009
Seite: Nr.27