Noch weniger
Ein-Euro-Jobs
Die Zuverdienstchancen für
Langzeitarbeitslose sinken. Die Regierung kappt die Vermittlung in .
Arbeitslose sollen binnen fünf Jahren nur zwei Jahre geförderten Jobs
nachgehen.
Berlin –
In Zukunft sollen sich deutlich weniger Langzeitarbeitslose in Ein-Euro-Jobs
etwas Geld zu ihrem Hartz IV dazuverdienen. Dies
sieht ein Referentenwurf von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vor. Demnach
fährt die Bundesregierung die Unterstützung für das wichtigste
der vergangenen Jahre herunter. Dazu kürzt sie die Leistungen vor allem für die
Vermittler der Jobs, also etwa für Kommunen, Kirchen und Wohlfahrtsverbände.
Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger, die als
Parkpfleger, Küchenhilfen oder Altenbetreuer in den öffentlich geförderten Jobs
tätig sind, sinkt schon länger − auch weil die Jobcenter weniger Geld für
aktive
ausgeben können als früher. Nach Statistiken der Bundesagentur für Arbeit lag
die Zahl der Ein-Euro-Stellen im März bei 172.400, das ist fast ein Drittel
weniger als vor einem Jahr.
Die Pläne von der Leyens sehen nun zusätzlich vor, die Unterstützung für die
Träger der öffentlichen Beschäftigung zu kappen. Bisher erhalten sie bis zu 500
Euro pro Monat, wenn sie einen Langzeitarbeitslosen in einen
vermitteln. Dies gleicht unter anderem besonders hohe Aufwendungen aus etwa für
die Betreuung von psychisch Kranken oder anderen Menschen mit speziellen
Problemen, die einer Extra-Hilfe bedürfen. Diese Pauschale möchte von der Leyen
auf maximal 150 Euro zusammenstreichen. Auch sollen Hartz-IV-Empfänger
binnen fünf Jahren nur noch maximal zwei Jahre in den subventionierten Stellen
arbeiten. Auch soll strenger geregelt werden, dass kein Privatunternehmen durch
Ein-Euro-Jobs verdrängt wird.
Das Handwerk jubelt, Gewerkschaften und Sozialverbände fordern einen
Ausgleich für die Betroffenen. Sie warnen vor einem
in der aktiven Arbeitsmarktpolitik.
Kommentar zu Ein-Euro-Jobs: Sparen bei den Schwächsten
http://www.fr-online.de/politik/noch-weniger-ein-euro-jobs/-/1472596/8355956/-/index.html