NRW: Deutlich weniger
jugendliche Gewalttäter
VON GERHARD
VOOGT
Düsseldorf Die
Zahl der Jugendlichen, die nach schweren
Straftaten wie
Körperverletzung und Raub verurteilt wurden, ist
in NRW
erstmals seit 2001 wieder zurückgegangen.
NRW-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter
(CDU) sagte
bei der
Vorstellung der Strafverfolgungsstatistik 2008, die Zahl
der
Verurteilungen wegen Gewaltdelikten sei um "beachtliche"
zehn Prozent
gesunken. Bei Heranwachsenden im Alter zwischen 18
und 21 Jahren
setzte sich der Trend fort: Dort sank die Zahl der
Verurteilungen
um 9,4 Prozent. "Diese Zahlen zeigen, dass wir
mit dem
Maßnahmenpaket gegen die Jugendkriminalität richtig
liegen",
sagte die Ministerin.
Bei den
Erwachsenen war 2008 ein leichter Anstieg der
Verurteilungen
um ein Prozent zu verzeichnen. Die Zahl der wegen
Tötungsdelikten Verurteilten veränderte sich mit 112 gegenüber
110 im Jahr
2007 kaum. Die Verurteilungen wegen Sexualstraftaten
nahmen um 4,5
Prozent zu.
Die
Verurteilungen wegen Betäubungsmitteldelikten stiegen
besonders
stark, um 24,8 Prozent, an. Diese Entwicklung sei
darauf
zurückzuführen, dass die Eigenbedarfsgrenze für den
Besitz von
Haschisch und Marihuana im Jahr 2006 von zehn auf
sechs Gramm
gesenkt und für harte Drogen ganz aufgehoben wurde,
hieß es.
Grünen-Fraktionschefin Sylvia Löhrmann mahnte, die
CDU
müsse
angesichts der rückläufigen Zahl der Verurteilungen jetzt
eine
Trendwende beim Thema Jugendkriminalität einleiten und ihre
"Law-and-Order-Politik" beenden.
LEITARTIKEL SEITE A2
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VOOGT
Quelle:
Verlag: Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Publikation: Rheinische Post Düsseldorf
Ausgabe: Nr.182
Datum: Samstag, den 08. August 2009
Seite: Nr.1