Brechmittel-Prozess wird neu aufgerollt

Gut sechs Jahre nach dem tödlichen Einsatz von Brechmitteln bei einem mutmaßlichen Drogendealer im Bremer Polizeigewahrsam wird der Prozess neu aufgerollt. Ein 46 Jahre alter Arzt muss sich vom 11. März an erneut vor dem Landgericht Bremen verantworten, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch sagte. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte den Freispruch für den Polizeiarzt vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung im April 2010 aufgehoben. Der Angeklagte muss sich nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Ihm wird vorgeworfen, dem mutmaßlichen Drogenhändler aus Sierra Leone im Dezember 2004 zwangsweise Brechmittel sowie einige Liter Wasser eingeflößt zu haben. So wollte die Polizei an die verschluckten Drogen gelangen.Der Mann hatte sich vehement gegen den Würgereiz gewehrt. In der Folge war er ins Koma gefallen und einige Tage später gestorben. Die genaue Todesursache konnte im Prozess nicht geklärt werden. Für die neue Verhandlung wurden zunächst 18 Termine anberaumt. dapd

FR 3.3.11

 

 

Brechmittel-Prozess in Bremen neu aufgerollt

Mehr als sechs Jahre nach dem tödlichen Einsatz von Brechmitteln bei einem mutmaßlichen Drogendealer im Gewahrsam der Bremer Polizei wird der Fall neu aufgerollt. Die Nebenklage hatte vor dem Bundesgerichtshof gegen den Freispruch des verantwortlichen Arztes erfolgreich Revision eingelegt. Dem Arzt wird vorgeworfen, dem mutmaßlichen Drogenhändler aus Sierra Leone zwangsweise Brechmittel und Wasser eingeflößt zu haben, um an die verschluckten Drogen zu gelangen. Nun verhandelt das Bremer Landgericht den Fall.dapd FR 9.3.11