Armutsrisiko in Deutschland steigt

In Deutschland wächst das Armutsrisiko. 15,5 Prozent der Deutschen gelten als gefährdet, teilte das Statistische Bundesamt zu einer Erhebung für das Jahr 2008 mit. 2004 waren es noch rund zwölf Prozent. Trotzdem ist das Armutsrisiko geringer als in der EU: Hier liegt der Wert bei 16,3 Prozent. Rtr
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26.01.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 1Inhalt

Höchstes Armutsrisiko in BRD und Polen

Wiesbaden. In Deutschland ist fast jeder sechste Einwohner armutsgefährdet. Zudem haben von den direkten deutschen Nachbarländern nur die Menschen in Polen ein höheres Armutsrisiko, ergab ein am Dienstag vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichter europaweiter Vergleich von Einkommenszahlen aus dem Jahr 2008. Als armutsgefährdet gilt nach der Statistik, wer zusammen mit staatlichen Transferleistungen über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung seines Heimatlands verfügt. In Deutschland lagen 2008 insgesamt 15,5 Prozent unter dieser damals bei einem Jahreseinkommen von 11 151 Euro für alleinlebende Menschen liegenden Schwelle. In Frankreich waren es 12,9 Prozent, in den Niederlanden 11,1 Prozent. Europaweit Spitze war Tschechien mit 8,6 Prozent. (AFP/jW)